Der Obel mit neuem Programm im Cabaret Queue
Ruhrnachrichten Dortmund • Von Florian Groeger am 20. Oktober 2008 13:31 Uhr
HÖRDE Der Fußball ist aus Bühnenprogrammen von Andreas Obering alias Der Obel nicht mehr wegzudenken. Das machte auch die Premiere seines aktuellen Bühnenprogramm „Alles rund“ am Wochenende im Cabaret Queue deutlich.
Mit seinem neuen Programm "Alles rund"
passte der Obel in die prall gefüllten
Zuschauerreihen des Cabaret Queue.
Foto: Klinke
Im Kinofilm „Das Wunder von Bern“ verkörperte Obel den legendären Radioreporter Herbert Zimmermann – auf der Bühne spielt er selbst den tödlichen Pass in den Zuschauerraum. Von der ersten Minute an versteht es der 44-Jährige, mit seinen Parodien und musikalischen Einlagen sein Publikum zu begeistern.
Die Schöpfung nach Frosch Kermit
Er erzählt von unserer Welt, jedoch aus seiner eigenen Sicht: Obel Earth. Als Krümelmonster zeigt er, warum Krümel keine Kekse mehr fressen darf und erzählt die Schöpfungsgeschichte aus Sicht von Kermit dem Frosch. Kurze Einspieler von OBel Nachrichten mit Peter Kloeppel und sein immer wieder treffendes Interview mit Boris Becker lockern auf. Auch seine Vision vom Gesundheitssystem 2030 bietet für Obel-Kenner bekannte Bilder: kaputtes Gebiss, überdimensionales Kassengestell und ein Hörgerät aus Plastikbechern.
Die Null muss stehen
Nach der Halbzeitpause startet Obel durch: Mit italienischem Akzent philosophiert er in „Trappatoni weiß Sagungen“ über die Probleme des deutschen Fußballs: „Die 0 muss stehen – aber nicht zwischen Pfosten“. Und auch Obels Peter Maffay-Parodie weiß immer noch zu begeistern: Mit viel Liebe zum Detail und unnachahmlichem Akzent entführt er ins südamerikanische Petersilien. Nach der zweiten Zugabe und einer Eigeninterpretation des „Final Countdown“ ist dann nach gut zwei Stunden „Alles rund“.