Der Obel begeisterte

Krümelmonster und Schlager im Piazza Von Charlotte Dötig VELLMAR.
So stand er da, „im Anfang seiner Hochblüte: nicht mehr so dumm wie früher und noch nicht so krank wie später“. Der Obel, die selbst ernannte „Hackfresse“, bekannt jedoch auch als Comedian, Moderator und Sänger der eher nebensächlichen Gattung. Denn Nebensächlichkeiten, wie beispielsweise Fußball für Frauen und Ikea-Fahrten für Männer, wurden vor aller Augen und Ohren seziert und in ganz subjektiver Objektivität dargestellt.
Um das Publikum im Vellmarer Piazza zu bespaßen, scheute der Obel keine Hässlichkeiten und trieb die knapp 50 Leute so weit, dass sie, im zweiten und besseren Teil des Abends sogar in seine selbst umgedichteten „Schlagerliedlein“ nach Aufforderung miteinstimmten.
Für Obels Soloprogramm „Alles rund“ waren Leute sogar von Frankfurt nach Vellmar gekommen und ließen sich vom Drama des Krümelmonsters beeindrucken, dem es verbotenworden war, öffentlich Kekse zu essen. Auch Gastauftritte von Giovanni Trapattoni, Boris Becker, dem heimlichen Idol Obels, und Peter Maffay, in Person und Interpretation von Obel, wurden mit Freude begrüßt.
Der gebürtige Hammer aus Westfalen spielte bis zur „körperlichen und geistigen Erschöpfung“und schloss mit einer Salve von Witzen und drei Zugaben, die nach einer Aufforderung Obels über eine Leinwand dann auch vom Publikum erwünscht wurden. Ein vollendeter Abend für die Lachmuskeln.