Keksverbot fürs Krümelmonster
18.10.2010 01:14 h, Gespeichert in:Mehr Pressestimmen...
Der Obel amüsiert mit rundem Programm
Versmold (maja). Weißer Hut, Jeans und Nadelstreifenjackett, so tritt »Der Obel« im Haus Kavenstroth vor sein Publikum. „Seid einfach locker“, rät der gebürtige Hammer. Entspannt sind die 45 Besucher da schon längst, denn der Funke springt von dem Augenblick an über, als Andreas Obering auf die Bühne hüpft. Dass ihm schon mal das Mikro in die erste Reihe fällt oder die Technik versagt, stört dabei niemanden. Am wenigsten ihn selbst.
»Alles rund« heißt das Soloprogramm, mit dem der Kabarettist und Sänger die Zuschauer am Freitagabend auf Einladung der Stadt über zwei Stunden begeistert. Der Titel lässt vermuten, es ginge um die (vor allem für Männer) wichtigste Nebensache der Welt. Geht es auch – aber eben nicht nur.
Zum Thema Fußball schlüpft der 46-Jährige unter anderem in die Rolle von Ex-Bayern-Trainer Trappatoni und in die des legendären Radioreporters Herbert Zimmermann, den Obering schon im Film »Das Wunder von Bern« verkörperte. Weniger sportlich, aber umso komischer geht es zu, als Obel von den Helden seiner Kindheit erzählt. Seine Zeit sei die vom Mainzelmännchen, Pan Tau und der Sesamstraße gewesen, bemerkt er und begibt sich kurzerhand in die besagte Straße. Die ist allerdings der Gesundheitspolitik zum Opfer gefallen und zur Sojastraße mutiert. Dass dem Krümelmonster als Vorbild für Kinder die Kekse verboten werden sollen und es nun stattdessen zu Gemüse und Obst greifen soll, geht dem Obel zu weit. „Schuld sind die Amerikaner, die immer dicker werden.“
Außerdem sei er sicher, Grobi – der blaue, immer wild umherhüpfende Sesamstraßen-Bewohner – habe dafür gesorgt, dass so einige Kinder ADS bekommen hätten. Als Paradebeispiel eines Zappelphilipps nennt er Mario Barth. „Das ist mein Laden“, parodiert Obel den Komiker und springt von einer Ecke der Bühne in die andere.
Auch ganz persönliche Alltagsgeschichten gibt der Künstler zum Besten. So die vom Besuch im schwedischen Möbelhaus, in dem er mit seiner „zurzeit besten Ehefrau von allen“ ein Regalbrett kaufen muss. Das Problem: Die Sportschau läuft schon und im Möbelhaus ist es so voll, dass „im Bällchenbad mehr Kinder als Bällchen sind“. Aus Sportgucken wird also nichts, stattdessen verfällt seine Frau der weiblichen Manie, Teelichter zu horten.
Den absoluten Höhepunkt erleben die Zuschauer, als Peter Maffay die Bühne betritt. Mit lässiger Fuchsschwanz-Gitarre und zerfetzter Jeansjacke imitiert Obel den Schlager-Rocker so gekonnt, dass viele Zuhörer sich kaum mehr halten können.
Andreas Obering ist einfach lustig. Er plaudert in verschiedenen Dialekten und kann darüber hinaus noch ganz hervorragend singen. Eine runde Sache.
Versmold (maja). Weißer Hut, Jeans und Nadelstreifenjackett, so tritt »Der Obel« im Haus Kavenstroth vor sein Publikum. „Seid einfach locker“, rät der gebürtige Hammer. Entspannt sind die 45 Besucher da schon längst, denn der Funke springt von dem Augenblick an über, als Andreas Obering auf die Bühne hüpft. Dass ihm schon mal das Mikro in die erste Reihe fällt oder die Technik versagt, stört dabei niemanden. Am wenigsten ihn selbst.
»Alles rund« heißt das Soloprogramm, mit dem der Kabarettist und Sänger die Zuschauer am Freitagabend auf Einladung der Stadt über zwei Stunden begeistert. Der Titel lässt vermuten, es ginge um die (vor allem für Männer) wichtigste Nebensache der Welt. Geht es auch – aber eben nicht nur.
Zum Thema Fußball schlüpft der 46-Jährige unter anderem in die Rolle von Ex-Bayern-Trainer Trappatoni und in die des legendären Radioreporters Herbert Zimmermann, den Obering schon im Film »Das Wunder von Bern« verkörperte. Weniger sportlich, aber umso komischer geht es zu, als Obel von den Helden seiner Kindheit erzählt. Seine Zeit sei die vom Mainzelmännchen, Pan Tau und der Sesamstraße gewesen, bemerkt er und begibt sich kurzerhand in die besagte Straße. Die ist allerdings der Gesundheitspolitik zum Opfer gefallen und zur Sojastraße mutiert. Dass dem Krümelmonster als Vorbild für Kinder die Kekse verboten werden sollen und es nun stattdessen zu Gemüse und Obst greifen soll, geht dem Obel zu weit. „Schuld sind die Amerikaner, die immer dicker werden.“
Außerdem sei er sicher, Grobi – der blaue, immer wild umherhüpfende Sesamstraßen-Bewohner – habe dafür gesorgt, dass so einige Kinder ADS bekommen hätten. Als Paradebeispiel eines Zappelphilipps nennt er Mario Barth. „Das ist mein Laden“, parodiert Obel den Komiker und springt von einer Ecke der Bühne in die andere.
Auch ganz persönliche Alltagsgeschichten gibt der Künstler zum Besten. So die vom Besuch im schwedischen Möbelhaus, in dem er mit seiner „zurzeit besten Ehefrau von allen“ ein Regalbrett kaufen muss. Das Problem: Die Sportschau läuft schon und im Möbelhaus ist es so voll, dass „im Bällchenbad mehr Kinder als Bällchen sind“. Aus Sportgucken wird also nichts, stattdessen verfällt seine Frau der weiblichen Manie, Teelichter zu horten.
Den absoluten Höhepunkt erleben die Zuschauer, als Peter Maffay die Bühne betritt. Mit lässiger Fuchsschwanz-Gitarre und zerfetzter Jeansjacke imitiert Obel den Schlager-Rocker so gekonnt, dass viele Zuhörer sich kaum mehr halten können.
Andreas Obering ist einfach lustig. Er plaudert in verschiedenen Dialekten und kann darüber hinaus noch ganz hervorragend singen. Eine runde Sache.