| | | Das "Gesicht 2018" stellt sich der Comedian so vor. | | Foto: Bock | Mit „Auf Asche“ bot der Hammer das Alternativprogramm zur Fußball-Europameisterschaft - und das war „vom Feinsten“. Bei „Fritz-Walter-Wetter“, bei dem der Regen dann doch eine Pause einlegte, ging der „Horst Höttges“ (Ex-Bundesligaspieler, u.a. bei Borussia Mönchengladbach, Spitzname: „Eisenfuß“) der deutschen Comedy gesanglich und sprachlich jeden Gegner an und zeigte, dass er in seiner ganz eigenen Liga kickt. Der spielgestaltende, unnachahmliche Parodist schlug als Angela Merkel im „Bundeskanzlerinnenamt“, als Franz Beckenbauer (“Ich denke, etwas passiert“), Ex-Bayern-Trainer Giovanni Trappatoni (“Was ist los mit Deutschland?!“), Boris Becker, Peter Maffay oder Ozzy Osbourne, den er als gealterten Rockmusik behäbig von der Bühne kriechen lässt, geniale Steilpässe, die ihre Wirkung bei den Fans nicht verfehlten. Exzellenten Stimmenimitationen und ausgezeichnete Aufmachung Seine Verehrer und die Anhänger des gepflegten Kampfspiels in Deutschland amüsierten sich ob der exzellenten Stimmenimitationen und der ausgezeichneten Aufmachung seiner Mitspieler (u.a. als BVB-Kicker), die er auf der Videowand einspielte, köstlich. Der Obel zeigte sich dabei als wahrer Fußball-Experte. Er spielt da, wo es wehtut - „Auf Asche“. Ob Gesundheitswesen, das er als „Gesicht 2018“ mit riesiger Zahnlücke, überdimensionaler Brille und selbst gebautem Hörgerät brillant karikiert, oder der Rückblick auf vergangene, glorreiche Fußballzeiten (“Dynamo Dresden, das war früher. Heute dreh´n die nur noch am Rad“), da stand einer auf der Bühne, der Ahnung hat und selbst noch erlebte, dass „Asche was ist, was aufkratzt“. Der Warmduscher führt Politikern den Spiegel vor Auch er, der sich als „Warmduscher“ outete, kratzt auf und führt Politikern wie Sportlern den Spiegel vor. Die Deutsche Bahn und den Rinderwahn lässt er ebenso schlecht aussehen, wie seine Künstlerkollegen. Den einstigen Hit „Moskau“ der Pop-Gruppe Dschingis Khan verpackte „Der Obel“ in herausragender Manier in den Bericht eines deutschen Korrespondenten aus der russischen Hauptstadt. | | Der Obel als Peter Maffay - eine seiner glänzenden Parodien. | | Foto: Bock | Obel, der sich im „besten Alter“ (“Ich bin nicht mehr so dumm wie früher und nicht so krank wie später“) befindet, ist der deutsche Ausnahme-Comedian, der sich in die Herzen der Fans flankte. Die Stimme von Herbert Zimmermann aus dem Film „Das Wunder von Bern“ ist ein begnadeter Spielbegleiter, was er heute Abend in der WerkStadt einmal mehr unter Beweis stellen wird, wenn er die EM-Partie Deutschland gegen Österreich live kommentieren wird.
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